Brie und Camembert
Lediglich zwei Briesorten und eine Camembertsorte haben eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Der Brie de Meaux, der Brie de Melun sowie der Camembert de Normandie AOC werden aus Rohmilch hergestellt. Für Gourmets bedeutet ein Käse aus Rohmilch höchsten Genuss. Ausgangsprodukt ist Milch in ihrer natürlichen Form - nicht erhitzt oder anderweitig behandelt. Das Ergebnis ist ein Käse mit intensivem und ganz besonderem Aroma.
Brie
Es gibt heute lediglich zwei Briesorten, die in Frankreich Ursprungsschutz genießen. Das sind der Brie de Meaux und der Brie de Melun. Der echte Brie de Meaux darf nur in einem streng begrenzten Gebiet nach genau festgelegten Kriterien hergestellt werden. So darf ausschließlich Rohmilch verwendet werden. Der Brie de Meaux wird nur in runden Torten produziert. Die Rinde des Brie ist nach ca. 15 Tagen Reifung mit weißem Oberflächenschimmel bedeckt. Nach ca. 20 Tagen beginnt sie gelblich bis hellbraun zu werden und je nach Reifezeit dunkelt sie bis braun. Der Käseteig des Brie ist zunächst weiß, wechselt aber während der Reifung seine Farbe. Er wird zunehmend gelblich. Ein guter Brie de Meaux reift mindestens einen Monat in den feuchten Kellern der Region Brie, bis seine Oberfläche unregelmäßig geworden ist. Dann erst ist er richtig! Die Konsistenz des Brie ist nach ausreichender Reifung cremig-weich. Der Geschmack mild bis fruchtig-würzig und der Geruch nussig. Mit zunehmender Reifung verändert sich der Geruch. Ist er überreif, riecht der Brie unangenehm nach Ammoniak. Wussten Sie eigentlich, dass die Kenner bei diesem köstlichen Produkt die Rinde nicht mit essen. Sie dient nur zum Schutz während der Reifung und des Transports. Unsere Empfehlung Ein guter Brie sollte auf einer Käseplatte keinesfalls fehlen. Als passendes Getränk eignet sich hervorragend ein Chardonnay oder ein Dessertwein.
Camembert
Die Bezeichnung Camembert alleine ist nicht geschützt. Der echte Camembert ist der „Camembert de Normandie AOC“, nur er hat die geschützte Herkunftsbezeichnung und wird in der Normandie hergestellt. Hergestellt wird der Camembert traditionellerweise aus Rohmilch. Während der Herstellung wird die geronnene Milch, ohne zu brechen, in einzelne Käseformen gebracht. Ein Großteil der Molke verbleibt dadurch im Käse und gibt dem Camembert seine typische cremige Textur. Der Camembert wird mit speziellen Edelschimmelpilzkulturen versehen und reift von außen nach innen, also von der Rinde zum Kern. Klassischerweise ist der Camembert meist als runde, ovale oder eckige Käselaibe erhältlich. Das Käseinnere ist je nach Reifegrad hellgelb bis goldgelb. Der Fettgehalt von Camembert liegt unter dem von Brie, Camembert wirkt dadurch „trockener“ als Brie. Junger Camembert ist schnittfest, die Teigfarbe weiß. Je reifer der Käse wird, desto cremiger und goldgelber wird er. Der Geschmack von jungem Camembert ist leicht scharf, nussig und erinnert an Pilze. Überreifer Camembert zerläuft beim Aufschneiden und schmeckt unangenehm amoniakartig. Unsere Empfehlung Zu Camembert passt am besten Brot und Getränk aus dem Land, aus dem der Käse selbst herkommt. Camembert schmeckt köstlich mit ofenfrischem französischem Baguette. Probieren Sie dazu einen Cidre, der auch ursprünglich aus der Normandie stammt. Tipp
Überzeugen Sie sich selbst bei einem Besuch in unseren Großhandelsmärkten – wir freuen uns auf Sie! |
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