Käse und Wein
Käse und Wein  

... WEIN

Die Kombination von Käse und Wein


Regeln für die Kommunikation von Käse und Wein aufzustellen, ist sehr schwierig und riskant, zumal jeder Käse eine detaillierte, ja beinahe haarspalterische Erörterung verdienen würde. Er kann mit einem bestimmten Wein besonders zur Geltung kommen und diesen selbst in seinem Geschmack hervorheben.


Außerdem bereitet man selten ein Mittag- oder Abendessen nur auf der Basis von Käse zu. Meist wir der Käse erst zu Tisch gebracht, nachdem bereits der Wein passend zu den vorangegangenen Gängen ausgewählt wurde. Dann ist man gezwungen, in der weiteren Folge mit den verkosteten Weinen fortzufahren.

 

Hartkäse aus rohem Teig

junge Rotweine von zartem Bukett, ausgewogen weich, ziemlich frisch, kaum tanninhaltig, leicht feurig

gereifter Hartkäse

körperreiche Rotweine von kräftigem Aroma, ausgewogen, einigermaßen vollmundig, ziemlich tanninhaltig, ziemlich feurig

wenig gereifter Hartkäse

körperreiche und abgelagerte Rotweine von ziemlich intensivem Aroma, sehr harmonisch, vollmundig, angenehm tanninhaltig und feurig

Schnittkäse

ausgeprägte Weißweine mit mittlerem Säuregehalt oder fruchtige Rotweine, geringer Tanningehalt, frisch und schön gerundet

Kräuterkäse

Rotweine mit beträchtlichem Alkohol- und Gerbsäuregehalt, von ziemlich intensivem Aroma, ausgewogen, sehr tanninhaltig, sehr feurig

Raclette (-essen)

frische, trockene Weißweine mit ausgewogener Säure (Rotwein ist nicht zu empfehlen)

Roquefort

edelsüße Weißweine, feinwürzig und aromatisch im Bukett, konzentriert, elegante Säure, filigrane Länge, hoher Alkoholgehalt

Weichkäse

körperreiche Rotweine mit ausgeprägtem Charakter, ziemlich ausgeprägtem Bukett, ausgewogen weich und frisch, ziemlich tanninhaltig, leicht feurig

Ziegenkäse

große vollmundige Rotweine

wenig gereifter Ziegenkäse

frische leichte Weißweine von mildem Bukett, ein wenig weich, angenehm frisch und feurig

ungesalzener Frischkäse

Weißweine, vorzugsweise jene, die reich an Glycerin sind oder noch Zuckerreste enthalten, leicht, rund, durchschnittlich frisch, leicht feurig

gesalzener Frischkäse

nicht zu ausgeprägte Rotweine von leichtem Aroma, ausgewogen rund und frisch, kaum tanninhaltig, leicht feurig

 

An dieser Stelle ist es erforderlich, die bisher verwendeten Begriffe zu erklären:

 

feurig

ein Wein, bei dem sich das typische Gefühl von Wärme angenehm bemerkbar macht, verursacht durch den Gehalt an Alkohol

frisch

ein Wein, der aufgrund seines Säuregehaltes im Gaumen ein angenehmes Frischegefühl bewirkt

angenehm tanninhaltig

bezeichnet den Tanningehalt, der für den verkosteten Wein optimal erscheint

intensives Aroma

bezeichnet einen vollen, umfassenden, sehr ausgeprägten Geschmack

leicht

ein Wein von delikatem Geschmack oder ein Wein mit geringem Alkoholgehalt, der aber ausgewogen ist

sehr feurig

ein Wein, dessen erhöhter Alkoholgehalt Wärme, Kraft und Wohlgefühl verleiht

weich

Wein, bei dem einerseits Säure- und Tanningehalt, andererseits Alkoholgehalt und Weichheit in ausgewogenem Verhältnis stehen

Bukett, Aroma

ist das Aroma, das zuerst im Weinfass entsteht und sich dann allmählich während des Alterungsprozesses herausbildet

rund

ein ausgeglichener Wein ohne Schärfe; normalerweise aufgrund von reichlichem Alkohol- und Glyceringehalt und von Zuckerrückständen; fast immer verbunden mit einem geringen Säuregehalt und mit wenig Tannin

körperreich, vollmundig

ein Wein, der Säuren und Mineralsalze in einer richtigen Menge aufweist

tanninhaltig

ein Wein mit einer beträchtlichen Menge an Tannin, die den Eindruck verursacht, dass es einem den Mund zusammenzieht

 

Unser Wein-Tipp

In der Weinempfehlung finden Sie zudem unseren exklusiven Wein-Tipp mit einer detaillierten Beschreibung.

 

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